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parku testet automobile Innovationen auf Technologiemesse in Las Vegas

Die weltgrösste Technologiemesse Consumer Electronics Show (CES) stand dieses Jahr ganz im Zeichen der deutschen Premium-Automobilhersteller: allen voran Daimler, aber auch BMW und Audi stahlen den Grossen der TV- und Handy-Hersteller die Show – nicht nur aufgrund der von Natur aus grösseren Produkte.

So vermittelte die CES 2015 ihren Besuchern den Eindruck, dass smarte und vernetzte Produkte in die schon so oft imaginierte Zukunft des Autos vorgedrungen sind: Autonom fahrende Wagen (Audi A7), eine auf Gestik reagierende Ansteuerung im Auto (VW Golf Touch) und Uhren, die wie zu David Hasselhoffs Zeiten als Knight Rider das Auto vorfahren lassen (BMW i- Serie), liessen die Herzen vieler Technik-Enthusiasten höher schlagen. Alternative Antriebe wie die Elektromobilität schienen hingegen schon in der Mitte der Automobilindustrie angekommen zu sein.

Bei aller Euphorie über die Neuerungen, die Autofahrer in den kommenden fünf Jahren erwarten dürfen, zeigte die diesjährige CES aber auch, dass alle Plattformen ohne passende Inhalte und dazugehörigen Service unvollkommen sind. Doch die Anzahl junger und innovativer Unternehmen, die ebenfalls in den Bereich ‚Automotive‘ vorpreschen, ist signifikant. Zudem fühlt die Autobranche den wachsenden Druck, mobile Lösungen – insbesondere der Software-Riesen Apple und Google – auch im Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Apple hat bei Daimler bereits den ersten Schritt zur Integration geschafft, VW setzt sogar auf plattformübergreifende Lösungen. Die Steuerung, Buchung und Abrechnung funktioniert dabei nicht mehr ausschliesslich über die Plattformen der Automobilhersteller, sondern direkt über die Apps der installierten Lösungsanbieter.

Problematisch scheint also weniger die Fülle möglicher Angebote. Vielmehr erweisen sich Themen wie „Datenhoheit“ und „Sicherheit im Verkehr“ bei der Einbindung von Technologielösungen in Fahrzeuge als kritisch und klärungsbedürftig. Entsprechend lebhaft wurden diese Punkte am Rande der Fachvorträge diskutiert.

Für parku war der Besuch der CES in jedem Fall aufschlussreich: In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen wird es nicht mehr lange dauern, bis Parkplätze aus einem fahrenden Auto heraus reserviert werden können. Die Integration erfolgt über das Navigationssystem, wo dem Fahrer verfügbare Parkplätze in der Nähe des Zielortes vorgeschlagen werden. Wenn der Autofahrer mit Bezahldaten und Telefonnummer registriert ist, hat er die Möglichkeit, sicher und schnell noch während der Fahrt einen Parkplatz zu buchen, sodass er sich auf einen garantierten Stellplatz bei Ankunft verlassen kann. Auch hierbei dreht sich (wie bei vielen Geschäftsmodellen) alles um die Frage, wem die Nutzerdaten gehören und wer für den direkten Kontakt zum Kunden auf welche Weise zur Kasse gebeten wird.

Wir sind gespannt, wohin die Reise geht und auf welche Standards sich Inhalte-Lieferanten einstellen dürfen. Die Entscheidung hierüber obliegt letztlich dem Nutzer des Autos, der über den Erfolg neuer Modelle und Lösungen bestimmt. Fahrzeugintegrationslösungen wie ‘Apple CarPlay’ und ‚Android Auto‘ werden sich hierbei mit hoher Wahrscheinlichkeit als wegweisende „Ingredient Branding“-Merkmale herausstellen. parku ist jedenfalls bereits mit einer iOS- und Android-App gewappnet und gewillt, in den ‚Automotive‘-Markt vorzustossen!

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