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Das Internet of Things – eigentlich ein alter Hut

Internet of Things, das “Internet der Dinge“ hat laut Gartner die Spitze des Hype-Cycles erreicht. Leider bedeutet diese exponierte Position aber auch, dass sich kaum ein normaler Mensch vorstellen kann, was diese „Things“ eigentlich genau sein sollen.

Dabei reichen die Anfänge bis ins Jahr 1955 zurück. Damals wurde eine Technologie entwickelt, die für viele Menschen das Leben bequemer gemacht hat und die heute schmerzlich vermisst würde, wenn wir auf sie verzichten müssten: Die Fernbedienung für den Fernseher. Eine andere äusserst bequeme Erfindung stammt sogar aus dem Jahr 1931: Die Fernsteuerung für das Garagentor.

Das Internet of Things baut auf diesen Erfindungen auf, indem es die verschiedenen und inkompatiblen Kommunikationstechnologien (optische/infrarote Übertragung, Ultraschall oder diverse Funktechnologien) durch erprobte und standardisierte Internet-Technologien wie das Internet Protocol (IP), W-LAN oder Bluetooth ersetzt.

Neben diesen technischen Entwicklungen spielt aber ein anderer Aspekt beim Internet of Things eine zentrale Rolle: _Identität_. Wenn immer mehr Geräte gesteuert werden können, dann wird die Frage, _wer_ sie denn steuern darf immer wichtiger. Beim Fernseher war das ganz einfach: Wer die Fernbedienung in der Hand hält bestimmt was geschaut wird. Die _Berechtigung_ zum Steuern des Geräts wurde also einfach über den Besitz (der Fernbedienung) geregelt. Das funktioniert im heimischen Wohnzimmer (meist) ohne Konflikte, wer aber schon einmal einen Schlüssel für eine Schliessanlage verloren hat, weiss um die daraus resultierenden Probleme. Und je mehr Geräte gesteuert werden sollen, desto schwieriger wird es.

Internet_of_Things_Keys

Das einfachste dabei ist meist noch theoretisch festzulegen, _wer_ ein Gerät bedienen darf. Schwierig wird es dann, wenn das Gerät (der Fernseher, das Auto, die Schranke an der Tiefgarageneinfahrt) die Identität selbständig überprüfen soll.
Internet_of_Things_Access

In den letzten Jahren hat sich recht unerwartet ein Gerät als Identitätsnachweis herauskristallisiert, von dem man das in erster Linie nicht erwartet hätte: Das Mobiltelefon. Auch hier war die Entwicklung eher schleichend: Wenn man im Restaurant einen Tisch reserviert, wird nach dem Namen regelmässig die Telefonnummer abgefragt. Auch der Pizzalieferdienst weiss bei wiederholter Bestellung schon anhand der Telefonnummer, wohin die heisse Ware zu liefern ist. Die weite Verbreitung von Smartphones hat den Identitätsnachweis aber weit über die blosse Telefonnummer hinaus erleichtert oder auch erst ermöglicht. Beim Check-In am Flughafen ist das Mobiltelefon der Boarding Pass, in der Bahn ist es die Fahrkarte. Und wenn ich mit meinem Handy das für mich reservierte Car-Sharing-Auto öffne und starte, dann ist das Internet of Things plötzlich greifbare Realität.

Wir bei parku kümmern uns um den einen Teilaspekt des Internet of Things, nämlich um die Schranken und Tore, die den Zugang zu den immer knapper werdenden Parkplätzen versperren. Wie das funktioniert, kann man hier im Video sehen:

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